Gesundheits- und Sozialpolitik

1. Demographischer Wandel als Herausforderung

Dauerhaft niedrige Geburtenraten und eine längere Lebenserwartung verändern die Altersstruktur unserer Gesellschaft. Der demographische Wandel stellt unseren Sozialstaat vor enorme Herausforderungen. Um einen leistungsfähigen Sozialstaat zu erhalten, muss diese demographische Realität erkannt werden. Die Folgen der demographischen Veränderungen dürfen auch nicht einseitig zu Lasten der jüngeren beitragszahlenden Generationen gehen. Denn die Auswirkungen werden besonders im Gesundheits-, Pflege- und Rentenbereich spürbar sein. Die Junge Union Tübingen fordert deshalb, neben alle anderen möglichen Formen der Absicherung, eine finanzielle Stärkung der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, um ein zukunftsfähiges und bezahlbares Gesundheitssystem in Deutschland zu gewährleisten.

2. Generationengerechtigkeit

Die Generationengerechtigkeit verknüpft die Bedürfnisse der heutigen Generation mit den Lebenschancen der künftigen Generationen. Die wichtigsten Säulen der Generationengerechtigkeit stellen für uns ein faires Rentensystem, ausgeglichene öffentliche Haushalte, eine verbindliche Vorgabe zur Vermeidung neuer Schulden sowie die konsequente Rückzahlung von alten Schulden dar. Aus unserer Sicht sollte das komplette Rentensystem auf seine Vereinbarkeit mit der heutigen Lebens - und Arbeitswelt überprüft werden. Das Hauptaugenmerk muss auf der Errichtung eines flexiblen und auf die jeweiligen Lebensentwürfe anpassbaren Vorsorgesystems liegen. Die Junge Union Tübingen fordert deshalb, die Rentenpolitik besser auf die Anforderungen der jungen Generation, mit zum Teil vielen beruflichen Wechseln, auszurichten und im Rahmen dessen die gesetzliche Rentenversicherung entsprechend zu stärken.

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