Stadtgespräch Outlet City Metzingen der JU-Stadtverbände Tübingen und Reutlingen

JU-Stadtverbände Tübingen und Reutlingen fordern eine gemeinschaftliche, politische Lösung anzustreben, aber auch das eigene Einzelhandelskonzept zu überarbeiten.

Gemeinsame Veranstaltung der JU-Stadtverbände Tübingen und Reutlingen zum Streit um die Outlet City Metzingen: Die beiden JU-Verbände fordern eine gemeinschaftliche, politische Lösung anzustreben, aber auch das eigene Einzelhandelskonzept zu überarbeiten.

Deutliche Kritik gab es am Dienstagabend, 24.11. von der Jungen Union am politischen Kurs der Städte Reutlingen und Tübingen in Bezug auf den Einzelhandel. Die Stadtverbände der JU Tübingen und der JU Reutlingen hatten zu einer gemeinsamen Veranstaltung ins Fortuna Hotel eingeladen, um gemeinsam mit den Vorsitzenden der CDU-Gemeinderatsfraktionen von Reutlingen und Tübingen, Andreas vom Scheidt und Rudi Hurlebaus, zu diskutieren. Thema war die Entwicklung des Einzelhandels in Reutlingen und Tübingen vor dem Hintergrund der geplanten Erweiterung der Outlet-City Metzingen. Die weiterhin im Raum stehende Klage der Städte Reutlingen und Tübingen gegen das Regierungspräsidium, das einer weiteren Vergrößerung der Outlet City in Metzingen mittels einer Ausnahmegenehmigung zugestimmt hatte, obwohl für ein Mittelzentrum eigentlich keine so große Gesamtverkaufsfläche genehmigt werden kann, wird von den beiden Stadtverbänden eher kritisch gesehen. Vielmehr müsse man gemeinschaftlich handeln und die Synergieeffekte, welche sich aus der Situation ergeben, nutzen.

„Es muss eine Verhandlungslösung gefunden werden. Ein öffentlich ausgetragener Streit samt Klage schadet vor allem den nachbarschaftlichen Beziehungen. Zwar könnten ein paar Prozent Kaufkraft aus beiden Städten nach Metzingen abfließen, dafür kommen aber auch mehr Auswärtige in die Region und in unsere Städte“, so Alkmar von Alvensleben, der JU-Stadtverbandsvorsitzende aus Tübingen, zu Tagblatt und Reutlinger Generalanzeiger.

Klar ist für die Junge Union, dass geltendes Recht umgesetzt werden, vor allem ein Präzedenzfall verhindert werden muss – weitere Flächen in Metzingen könnten sonst noch zu den bisher geplanten dazukommen. Es müsse daher auf jeden Fall eine vertragliche Regelung her, die eine weitere Expansion der Outlet City begrenze, so die einhellige Meinung. Ein mehrfach geäußerter Kritikpunkt galt aber auch den eigenen Fehlern, die die Städte Reutlingen und Tübingen in der Vergangenheit gemacht haben: Die sinkende Kaufkraft in Tübingen und Reutlingen sei auch eine Folge der Entwicklung der Einzelhandelslandschaft der beiden Städte, die für junge Menschen kaum mehr attraktive Läden vorweisen könnten, äußerten sich mehrere Mitglieder beider Verbände sehr deutlich. Die Städte sollten beispielsweise auch über Änderungen der veralteten Altstadtsatzungen nachdenken.

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